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Pokerbetrüger stets zu Diensten!
Es ist einfach bewundernswert, wie viele verschiedene Schummelmethoden im traditionellen und Online-Poker heutzutage existieren. Das Spektrum reicht von geknickten Karten, über die Einschmuggelung eines vorher präparierten falschen Kartenstapels ("Cold Deck"), über Front Peeks, geplantes Abheben, vorsortierte Stapel bis hin zum Verschieben und Austeilen von Verliererhänden an ahnungslose Opfer. Selbst alteingesessene Spieler mit einem umfassenden Erfahrungsschatz im Poker fallen mitunter unweigerlich einem Angriff von Pokerhaien zum Opfer, die mit krimineller Kreativität Schummelmethoden aushecken und anwenden.
Es ist unmöglich, sich Informationen zu jeder Schummelmethode anzueignen (während wir diese Worte schreiben werden schon wieder neue erfunden), aber wir möchten unseren Lesern dennoch eine Auswahl der Klassiker vorstellen. Das wird Sie wenigstens gegenüber den uralten Methoden immun machen, die immer noch von vielen Schummlern eingesetzt werden. Hier sind sie:
Ass im Ärmel - Schummelmethode, bei der ein Ass aus dem Deck entfernt wird, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingesetzt zu werden. Das verschafft dem Betrüger natürlich einen unfairen Vorteil gegenüber seinen Gegnern. Dieser Begriff wird auch allgemein im Zusammenhang mit unfairen Vorteilen eines Betrügers gegenüber seinen Gegnern gebraucht.
Back peek - Eine Methode, die es dem Dealer erlaubt, den Wert der ersten Karte im Stapel zu sehen. Das geschieht durch einen geschickten Druck auf die Karte und ein leichtes Biegen der obersten Karte, sodass diese eingesehen werden kann.
Gezinkte Karten - Markierung von Karten zur leichteren Identifikation im späteren Verlauf des Spieles.
Carry a slug - Unehrliches Mischen der Karten mit dem Ziel, die Karten in einer bestimmten Reihenfolge anzuordnen. Das kann dem Betrüger leicht zu einem ungerechtfertigten Sieg verhelfen.
Collusion (Absprachen) - Eine Methode bei der verschiedene Partner sich gegenseitig Tipps in Bezug auf den Wert ihrer Hand geben und sich dadurch einen unfairen Vorteil verschaffen.
Falzen - Karten in einer bestimmten Weise falzen, sodass sich der Stapel an einer für den Betrüger günstigen Stelle teilt.
Cull (Ausschuss) - Dieser Begriff bezieht sich auf die Anordnung der Karten vor dem Mischen. Der Betrüger bestimmt die Reihenfolge mit der Absicht, sich und seinen Schummelpartnern stärkere Karten (manchmal sogar Gewinnhände) auszuteilen, als den übrigen Spielern.
Einen Spieler kleinkriegen (Whipsawing) - Ein Betrugsschema, bei dem zwei schummelnde Partner jeweils erhöhen und nochmals erhöhen und dadurch den Spieler, der zwischen ihnen sitzt, zwingen, immer weitere Einsätze zu bezahlen, um im Spiel bleiben zu können.
Von unten austeilen - Ein Täuschungsmanöver, bei dem der Dealer die Karten ausgehend von der untersten Karte des Stapels austeilt, anstatt wie vorgeschrieben von oben. Dieses Manöver dient dazu, die Karten zu manipulieren.
Ab der zweiten Karte austeilen - Eine Betrugsmethode bei der der Dealer mit der zweiten Karte des Stapels beginnt, anstatt wie üblich mit der ersten. Dieses Manöver dient dazu, die Karten zu manipulieren.
Ecken knicken - Ein Betrugsschema bei dem der Betrüger eine Ecke der Karte umknickt, um sie im späteren Verlauf des Spiels leichter identifizieren zu können.
Doppeltes Austeilen - Eine Schummelmethode bei der der Betrüger sich oder seinem Partner mehr Karten als den anderen Mitspielern austeilt. Bei dieser Methode wird davon ausgegangen, dass der Spieler mit der/den zusätzlichen Karte(n) leichter eine Gewinnhand bilden und die übrigen Karten später loswerden kann.
Eselsohren - Die Ecke einer Karte umknicken, sodass ein unehrlicher Spieler sie im späteren Spielverlauf leichter identifizieren kann.
Elevator - Ein Schummelmanöver das während des Mischens ausgeführt wird. Der Dealer bietet den Stapel zum Abheben an und bringt die Karten hinterher wieder in die ursprüngliche Reihenfolge.
Falsch abheben - Eine Schummelmethode bei der der Stapel scheinbar abgehoben wird, ohne dass die Kartenreihenfolge sich verändert. Zumindest nicht im oberen Teil.
Front peek - Ein Betrugsschema das es dem Dealer erlaubt, einen Blick auf die oberste Karte im Stapel zu werfen. Das geschieht durch einen geschickten Druck auf die Karte und ein leichtes Biegen der obersten Karte. Das ganze muss natürlich unauffällig geschehen, sodass die Mitspieler den Betrüger nicht ausmachen können.
Fuzz - Karten in einer illegalen Mischmethode mischen, die "Überhandmischen" genannt wird. Sie dient dazu, die Karten in ihrer ursprünglichen Reihenfolge zu belassen. Beim Überhandmischen werden die Karten über der Tischplatte gehalten, anstatt, wie bei der Standardprozedur, auf dem Tisch.
Gaff - Der Begriff bezieht sich auf eine Schummelmethode oder ein Werkzeug, zum Beispiel falsches Abheben oder eine Maschine zum Zurückhalten von Karten.
Griechischer Boden - Ein betrügerischer Zug bei dem der Dealer die zweite Karte von unten her austeilt.
Grift (Gaunerei) - Anderen Spielern kleinere Geldbeträge klauen.
Hit the brief (Geplantes Abheben) - Schummeln, indem der Stapel an einer vorher festgelegten Stelle abgehoben wird. Das geschieht durch einen beinahe unsichtbaren Widerstand, der es dem Partner des Betrügers erlaubt, den Stapel an einer bestimmten Stelle abzuheben.
Zurückhalten - Der Betrug liegt darin, eine oder mehrere Karten aus dem Spiel zu entfernen, um sie im späteren Verlauf wieder ins Spiel zu bringen. Eine zurückgehaltene Karte kann an jedem beliebigen Ort versteckt werden an dem die anderen Spieler sie nicht sehen.
Las Vegas Mischung - Vorgeben zu mischen, ohne allerdings die Reihenfolge der Karten zu ändern. Diese Methode wird durch teilweises oder vollständiges Verdecken des Stapels angewandt. Die Karten verbleiben in ihrer ursprünglichen Position.
Linienmarkierungen - Markierungen im Kartenstapel, die dem Betrüger im späteren Spielverlauf helfen sollen, die Werte der Karten wiederzuerkennen.
Mechanikergriff - Eine besondere Art die Karten zu halten, die insbesondere unter Mechanikern beliebt ist. Sie erlaubt es ihnen, Karten zu manipulieren (zum Beispiel von unten her auszuteilen) wenn sie den Stapel auf diese Weite halten.
Milch - Die Karten in Überhandmischung mischen. Diese Mischmethode ist in traditionellen Poker Rooms verboten weil sie es Schummlern ermöglicht, Hände zusammenzustellen, die später an vorab festgelegte Positionen ausgeteilt werden.
Verschieben - Den Kartenstapel in irgendeiner Weise manipulieren.
Zwei gegen Einen - Jede Schummelmethode bei der zwei Betrüger gegen ein einzelnes Opfer zusammenarbeiten.
Überhandabheben - Ein Schummelmanöver bei dem ein Kartendieb den Stapel so abhebt, dass er die Karten zurück in ihre Ursprungsreihenfolge bringen kann.
Übervorteilen (Overreach) - Jedes Schummelmanöver das während des Dealens der Karten durchgeführt wird.
Palm - Betrugsmethode bei der eine Pokerkarte oder ein Chip des Jackpots mit der Hand abgedeckt und so unsichtbar wird. Dahinter steckt die Absicht, diese später wieder in das Spiel einzuführen.
Peek - Einen Blick auf die nicht ausgeteilte oberste oder unterste Karte des Stapels erhaschen. Möglicherweise bevor die zweite Karte von unten, bzw. oben gedealt wird.
Kratzer - Karten werden mit Kratzern auf ihrem Rücken versehen, sodass der Betrüger ihren Wert durch Tasten erkennen kann.
Piping - Eine Schummelstrategie mit zwei kooperierenden Partnern. Einer nimmt aktiv am Spiel teil, während der andere hinter dem Rücken des Gegners steht und dessen Karten beobachtet. Der stehende Partner signalisiert dem aktiven Spieler dann den Handwert des Gegners.
Pitch - Auf irgendeine Weise beim Dealen der Karten schummeln.
Einritzen - Den Rücken der Karten mit einem scharfen Gegenstand markieren, um später im Spiel den Wert einer Karte ertasten zu können. Das ist selbstverständlich ein diebisches Manöver.
Durchziehen (Pull-through) - Falsch mischen ohne dabei die ursprüngliche Reihenfolge zu verändern. Dieser Schachzug wird durchgeführt, indem eine Hälfte des Stapels durch die andere gezogen wird, anstatt die Karten zu durchmischen.
Rattenloch (Rathole) - Dieser Begriff bezieht sich darauf, während des Spiels Chips vom Tisch zu nehmen. Obwohl dieses Pokermanöver stenggenommen nicht als Schummelei betrachtet wird, ist es doch unfair gegenüber den anderen Spielern, die eventuell einen höheren Betrag gewonnen hätten, wenn die Chips nicht entfernt worden wären.
Roll the deck - Betrügerischer Schachzug bei dem der Betrüger verworfene Karten zurück auf den Stapel schmuggelt.
Abrunden - Die Rückseite einer Karte markieren oder deren Ecke knicken. Dies ist selbstverständlich absolut unzulässig.
Run up a hand - Karten vom Ablagestapel auswählen und sie zu den noch nicht ausgeteilten Karten legen. Die ungedealten Karten werden im Stapel in einer bestimmten günstigen Reihenfolge für den Schummler oder seine Partner angeordnet. Dieser Schachzug wird mit Falschmischen kombiniert.
Sauter la coupe - Ein Schummelmanöver bei dem der Dealer eine Karte verdeckt und unter den Stapel schiebt, um sie von dort aus nach seinem Ermessen auszuteilen.
Sign off - Eine Methode bei der der Betrüger seinem Partner die Kartenwerte eines Gegners signalisiert
Slick - Bestimmte Karten glätten, sodass sie leichter rutschen und dadurch besser verschoben warden können. Ein Schummelmanöver.
Stack - Die Karten in einer festgelegten Reihenfolge anordnen, damit bestimmte Karten an bestimmte Spieler gedealt werden. Diese Methode wird mit Falschmischen kombiniert.
Karten in die Sonne legen - Eine Schummelmethode bei der der Betrüger bestimmte Karten eine Zeitlang in die Sonne legt. Dies führt dazu, dass ihre Rückseiten entweder dunkler oder heller werden.
Telegrafieren - Schummeln durch das Übersenden von bestimmten Signalen. Zum Beispiel durch den Gebrauch von bestimmten Wörtern oder Sätzen in einer scheinbar alltäglichen Konversation, um wichtige Informationen weiterzugeben.
Drei gegen einen - Eine Betrugsmethode, bei der drei Täter gegen ein ahnungsloses Opfer zusammenarbeiten.
Hand tippen - Schummelei, bei der man einem Partner den Handwert eines anderen Spielers signalisiert.
Unvollständiges Abheben (Undercut) - Eine vorbereitete Kartenauswahl vom unteren Ende des Stapels während des Mischens nach oben holen.
Abladen - Ungewollte Karten loswerden, zum Beispiel durch Fallenlassen in den Schoß oder Plazierung im Ablagestapel.
Obwohl einige der hier aufgeführten Methoden durchaus effektiv sind, möchten wir unseren Lesern raten, sie nicht einzusetzen. Wir glauben an Fairplay!






