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Online Poker Report

Pokerbetrüger stets zu Diensten

Poker CheatsEs ist kaum zu glauben, wie viele verschiedene Betrugsmethoden in Online- und Live-Poker heutzutage existieren. Das Spektrum reicht von geknickten Karten über die Einschmuggelung eines vorher präparierten falschen Kartenstapels ("Cold Deck"), über Front Peeks, geplantes Abheben, vorsortierte Stapel bis hin zum Verschieben und Austeilen von Verliererhänden an ahnungslose Opfer. Selbst alteingesessene Spieler mit einem umfassenden Erfahrungsschatz fallen im Poker mitunter dem Angriff gerissener Pokerhaie zum Opfer, die mit krimineller Kreativität Schummelmethoden aushecken und anwenden.

 

Es ist unmöglich, sich genau über jede Art des Pokerbetrugs zu informieren (während wir diesen Artikel tippen, werden schon wieder neue erfunden), aber wir möchten Ihnen dennoch eine Auswahl der Klassiker vorstellen. Dann können Sie sich zumindest den traditionellen Methoden zur Wehr setzen, die bei Betrügern noch immer beliebt sind.

 

Winner

 

Ass im Ärmel - Ein Ass wird aus dem Deck entfernt, um es zu einem späteren Zeitpunkt gezielt zu verwenden. Das verschafft dem Betrüger natürlich einen unfairen Vorteil gegenüber seinen Gegnern. Dieser Begriff hat allgemeine Bekanntheit und den Status eines geflügelten Wortes erlangt.

 

Back Peek - Eine Methode des Pokerbetrugs, die es dem Dealer erlaubt, den Wert der ersten Karte im Stapel zu sehen. Das geschieht durch einen geschickten Druck auf die Karte und ein leichtes Biegen der obersten Karte, so dass diese eingesehen werden kann.

 

Gezinkte Karten - Markierung von Karten zur leichteren Identifikation im späteren Spielverlauf.

 

Carry a slug - Unehrliches Mischen der Karten mit dem Ziel, die Karten in einer bestimmten Reihenfolge anzuordnen. Das kann dem Betrüger leicht zu einem ungerechtfertigten Sieg verhelfen.

 

Collusion (Absprache) - Eine Methode, bei der sich Komplizen gegenseitig Tipps und Informationen zuschustern, um sich etwa durch Mitteilung der eigenen Handstärke einen unfairen Vorteil gegenüber den Kontrahenten zu verschaffen.

 

Falzen - Pokerbetrug durch Falzen der Karten, so dass sich der Stapel an einer für den Betrüger günstigen Stelle teilt.

 

Cull (Ausschuss) - Dieser Begriff bezieht sich auf die Anordnung der Karten vor dem Mischen. Der Betrüger bestimmt die Reihenfolge mit der Absicht, sich und seinen Komplizen stärkere Karten auszuteilen als den übrigen Spielern.

 

Whipsawing - Zwei zusammenarbeitende Betrüger erhöhen mehrmals, um dadurch den Spieler zwischen ihnen zu zwingen, immer weitere Einsätze zu bezahlen, wenn er im Spiel bleiben möchte.

 

Von unten austeilen - Der Dealer teilt die Karten unbemerkt von unten statt von oben aus, wie es vorgeschrieben wäre. Diese Art des Pokerbetrugs ermöglicht eine Manipulation der Karten.

 

Ab der zweiten Karte austeilen - Der Geber beginnt das Austeilen mit der zweiten Karte des Stapels statt wie üblich mit der ersten. Auch diese Methode ermöglicht eine Manipulation der Karten.

 

Ecken knicken - Der Betrüger knickt eine Ecke der Karte um und kann sie so im späteren Verlauf des Spiels leichter identifizieren.

 

Doppeltes Austeilen - Der Pokerbetrüger teilt sich oder seinem Komplizen mehr Karten aus als den anderen Mitspielern. Die zusätzliche(n) Karte(n) erleichtern die Zusammenstellung einer starken Hand.

 

Eselsohren - Die Ecke einer Karte umknicken, so dass ein unehrlicher Spieler sie im späteren Spielverlauf leichter identifizieren kann.

 

Aufzug - Eine Betrugsmethode, die während des Mischens eingesetzt wird. Der Dealer bietet den Stapel zum Abheben an und bringt die Karten hinterher wieder in die ursprüngliche Reihenfolge.

 

Falsch abheben - Der Stapel wird nur scheinbar abgehoben, ohne dass die Kartenreihenfolge (im oberen Bereich) sich verändert.

 

Front peek - Diese Methode erlaubt es dem Dealer, einen Blick auf die oberste Karte im Stapel zu werfen. Das geschieht durch einen geschickten Druck auf die oberste Karte sowie ein leichtes Biegen.

 

Fuzz - Die Karten werden nur scheinbar gemischt. Das sogenannte "Überhandmischen" erlaubt es, die Karten in ihrer ursprünglichen Reihenfolge zu belassen. Beim Überhandmischen werden die Karten über der Tischplatte gehalten, anstatt wie üblich auf dem Tisch belassen.

 

Gaff - Der Begriff bezieht sich auf eine Betrugsmethode oder ein Gerät, zum Beispiel falsches Abheben oder eine Maschine zum Zurückhalten von Karten.

 

Griechischer Boden - Der Dealer teilt die zweite Karte von unten her aus.

 

Grift - Pokerbetrug durch Diebstahl von kleineren Geldbeträgen.

 

Geplantes Abheben - Der Stapel wird an einer vorher festgelegten Stelle abgehoben. Ein nahezu unsichtbarer Marker erlaubt es dem Komplizen, zu erkennen, an welcher Stelle er abheben muss.

 

Zurückhalten - Eine oder mehrere Karten werden aus dem Spiel entfernt und im späteren Verlauf wieder verwendet. Eine solche Karte wird irgendwo versteckt, wo sie die anderen Spieler nicht sehen.

 

Las Vegas Mischung - Es wird nur vorgeblich gemischt, die Reihenfolge der Karten wird aber beibehalten. Ein teilweises oder vollständiges Verdecken des Stapels ermöglicht die Ausführung der Methode.

 

Linienmarkierungen - Markierungen im Kartenstapel, die dem Betrüger im späteren Spielverlauf helfen, die Kartenwerte zu identifizieren.

 

Mechanikergriff - Eine spezielle Art, die Karten zu halten, die insbesondere unter Mechanikern beliebt ist. Sie erlaubt es ihnen, die Karten zu manipulieren (zum Beispiel von unten her auszuteilen).

 

Milch - Die Karten in Überhandmischung mischen. Diese Mischmethode ist in Pokerräumen verboten, weil Betrüger damit Hände zusammenstellen können, die später genau so ausgeteilt werden.

 

Verschieben - Den Kartenstapel in irgendeiner Weise manipulieren.

 

Zwei gegen Einen - Zwei Komplizen arbeiten zusammen und betrügen ein einzelnes Opfer.

 

Überhandabheben - Ein Betrüger hebt den Stapel so ab, dass die Karten zurück in ihre Ursprungsreihenfolge gebracht werden.

 

Overreach - Methoden des Pokerbetrugs, die während des Gebens ausgeführt werden.

 

Handfläche - Eine Pokerkarte oder ein Chip des Jackpots werden mit der Hand abgedeckt und aus dem Spiel entfernt. Später werden sie an geeigneter Stelle wieder verwendet.

 

Peek - Die nicht ausgeteilte oberste oder unterste Karte des Stapels wird angesehen. Ausgeteilt wird möglicherweise von der zweiten Karte von oben oder unten.

 

Kratzer - Karten werden mit Kratzern auf ihrem Rücken versehen, so dass der Betrüger ihren Wert durch Tasten erkennen kann.

 

Piping - Zwei Komplizen arbeiten zusammen. Einer nimmt aktiv am Spiel teil, während der andere hinter dem Rücken des Gegners steht und dessen Karten beobachtet. Der stehende Partner signalisiert dem aktiven Spieler dann den Handwert des Gegners.

 

Pitch - Auf irgendeine Weise beim Geben schummeln.

 

Einritzen - Pokerbetrug durch Markierung der Kartenrücken mit einem scharfen Gegenstand, um im Spiel den Wert der Karten ertasten zu können.

 

Durchziehen - Falsch mischen ohne dabei die ursprüngliche Reihenfolge zu verändern. Dabei wird eine Hälfte des Stapels durch die andere gezogen, anstatt die Karten korrekt durchzumischen.

 

Rathole - Chips werden während des Spiels vom Tisch genommen. Genaugenommen ist das erlaubt, es wird aber als unfair erachtet, weil andere Spieler so möglicherweise einen niedrigeren Betrag gewinnen.

 

Roll the deck - Der Pokerbetrüger schmuggelt verworfene Karten zurück in den Stapel.

 

Abrunden - Die Rückseite einer Karte wird markiert oder deren Ecke umgeknickt.

 

Run up a hand - Karten vom Ablagestapel aussuchen und sie zu den noch nicht ausgeteilten Karten legen. Diese Karten werden dann im Stapel in einer günstigen Reihenfolge angeordnet. Ein falsches Mischen erlaubt schließlich das Austeilen der zusammengestellten Hand.

 

Sauter la coupe - Der Dealer schiebt eine Karte unter den Stapel und teilt sie nach seinem Ermessen aus.

 

Sign off - Ein Betrüger signalisiert seinem Komplizen die Kartenwerte eines Gegners.

 

Slick - Bestimmte Karten glätten, so dass sie leichter rutschen und dadurch besser verschoben werden können.

 

Stack - Die Karten in einer bestimmten Reihenfolge anordnen, damit sie nach falschem Mischen an Komplizen ausgeteilt werden können.

 

Karten in die Sonne legen - Der Pokerbetrüger legt bestimmte Karten eine zeitlang in die Sonne. Die Rücken werden dann entweder dunkler oder heller.

 

Telegraphieren - Pokerbetrug durch Signalgebung. Mit bestimmten Wörtern oder Sätzen in einer scheinbar alltäglichen Konversation können zum Beispiel wichtige Informationen weitergegeben werden.

 

Drei gegen einen - Drei Komplizen arbeiten zusammen gegen ein einzelnes Opfer.

 

Handsignal - Per Handsignal wird die Blattstärke des Gegners an den oder die Komplizen weitergegeben.

 

Unterschneiden - Eine zusammengestellte Kartenauswahl wird während des Mischens vom unteren Ende des Stapels an das Obere verschoben.

 

Abladen - Ungewünschte Karten werden entfernt, zum Beispiel durch ein Fallenlassen in den Schoß oder eine Platzierung im Ablagestapel.

 

Einige der hier aufgeführten Methoden des Pokerbetrugs mögen durchaus effektiv sein, aber wir raten unseren Lesern dringend davon ab, sie einzusetzen. Fair Play ist beim Poker das A und O!

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